Advokat – Rechtsanwalt in Russland

Die Berufsbezeichnung für Rechtsanwälte in Russland ist „Advokat“.
Gesetzliche Berufsregelungen für russische Anwälte findet man in dem Föderalen Gesetz von 31. Mai 2002 Nr. 63-FZ „Über anwaltliche Tätigkeit und die Rechtsanwaltschaft in der Russischen Föderation“, das am 1. Juli 2002 in Kraft trat.
Laut des Gesetzes wird als „Advokat“ derjenige bezeichnet, der in einem gesetzlich festgelegten Verfahren die Zulassung für die anwaltliche Tätigkeit bekommen hat.
Für die Zulassung sind folgende Voraussetzungen notwendig:

  • ein abgeschlossenes Studium bzw. eine Promotion in der Rechtswissenschaft in Russland,
  • mindestens 2 Jahre Berufserfahrung als Jurist bzw. ein Praktikum in einer Kanzlei
  • sowie eine erfolgreich abgelegte Qualifikationsprüfung.

Jeder Anwalt aus Russland ist Mitglied einer Rechtsanwaltskammer in der Region (Subjekt) der Russischen Föderation, wo er wohnhaft ist.
Zum Beispiel seitdem Elena Siegmund erfolgreich die Qualifikationsprüfung abgelegt hat und die Zulassung für die anwaltliche Tätigkeit in Russland bekam, ist sie ein Mitglied der Rechtsanwaltskammer Moskauer Gebiet.
Unabhängig von der Mitgliedschaft in einer Rechtsanwaltskammer darf ein russischer Rechtsanwalt russlandweit die anwaltliche Tätigkeit ausüben.

Russisches Familienrecht

Regelungen des russischen Familienrechts zur Eheschließung werden im Familiengesetzbuch der Russischen Föderation festgelegt.

Als „Ehe“ wird in Russland nur eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau verstanden. Gleichgeschlechtsehen sind nicht erlaubt.

Voraussetzungen für die Eheschließung nach dem russischen Familienrecht sind eine gegenseitige freiwillige Einigung eines Mannes und einer Frau, die Ehe zu schließen sowie die Ehemündigkeit, die im Normalfall mit 18 Jahren vorliegt. Aus einem wichtigen Grund (wie zum Beispiel Schwangerschaft, Geburt eines Kindes, Lebensgemeinschaft usw.) kann man einen Antrag auf Eheschließung mit einer Person, die Ihr 16. Lebensjahr vollendet hat, stellen.

Russisches Familienrecht sieht als Ehehindernisse:

  • eine Doppelehe
  • enge Verwandtschaft
  • Adoptivverhältnisse
  • Entmündigung eines Ehepartners in einem gerichtlichen Verfahren wegen Geistesgestörtheit

Der Leiter des Standesamtes ist berechtigt einen Antrag auf Eheschließung abzuweisen, wenn Beweise der Ehehindernisse vorliegen (Art. 27 Abs. 9 des Föderalen Gesetzes v. 15.11.1997 Nr. 143-FZ „Über standesamtliche Akte“).

Fragen der Staatsangehörigkeit der Russischen Föderation

Fragen der Staatsangehörigkeit der Russischen Föderation sind im Föderalen Gesetz v. 31.5.2002 Nr. 62-FZ „Über die Staatsangehörigkeit der Russischen Föderation“ (im Weiteren – „Staatsangehörigkeitsgesetz“) geregelt. Gemäß des Staatsangehörigkeitsgesetzes kann man die Staatsangehörigkeit der Russischen Föderation durch Geburt, infolge der Einbürgerung oder der Wiederherstellung der Staatsangehörigkeit der Russischen Föderation sowie durch andere Gründe, die im Gesetz bzw. in einem internationalen Vertrag der Russischen Föderation genannt sind, erwerben.

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Nachrichten der staatlichen Eintragung ins Immobilienregister

Am 1. Januar 2017 tritt ein neues Gesetz über die staatliche Registrierung von Immobilien* in Kraft, das viele wesentliche Änderungen in das bestehende System der Registrierung und Katastererfassung von Immobilien in der Russischen Föderation mit sich bringt. Dies soll das Abschließen von Immobiliengeschäften vereinfachen.

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Beschränkungen für staatliche und kommunale Einkäufe

Laut Föderalgesetz vom 5. April 2013 N 44-FS „Über das Vertragssystem im Bereich Einkäufe von Waren, Arbeiten, Dienstleistungen für die Versorgung der staatlichen und kommunale Bedürfnisse“ darf die Regierung der Russischen Föderation Beschränkungen auf Einkäufe für die staatlichen und kommunalen Bedürfnisse einführen. Dies soll dem Schutz des russischen Binnenmarktes, der Entwicklung der nationalen Wirtschaft und Unterstützung russischer Hersteller dienen.

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Neue Regelungen zur Insolvenz einer natürlichen Person

In 2015 sind wesentliche Änderungen grundlegender Regelungen des Zivilgesetzbuches der Russischen Föderation (ZGB FR) geplant.

Am 1. Juli 2015 treten neue Regelungen zur Insolvenz von natürlichen Personen, die keine Unternehmer sind, in Kraft. Das Bundesgesetz vom 29. Dezember 2014 N 476-FZ sieht die Änderung des Art. 25 ZGB RF vor, die ab 1. Juli 2015 gilt. Der aktuelle Wortlaut des Art. 25 ZGB RF bezieht sich nur auf die Insolvenz (den Konkurs) einer natürlichen Person, die gewerblich tätig ist (Einzelunternehmer).

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Muttersprachler der russischen Sprache können die russische Staatsbürgerschaft vereinfacht erhalten

Gemäß Bundesgesetz vom 20. April 2014 N 71-BG „Über die Änderungen des föderalen Gesetzes „Über die Staatsbürgerschaft der Russischen Föderation“ und ausgewählte Rechtsakte der Russischen Föderation“ können ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Russland, die ihre Staatsangehörigkeit abgeben werden und als Muttersprachler der russischen Sprache von einer Sonderkommission anerkannt wurden, die russische Staatsangehörigkeit in einem vereinfachten Verfahren erhalten.

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Verbesserung von Gewährleistung der Auskunftspflicht gegenüber Rechtsanwälten geplant

Das Justizministerium der Russischen Föderation erarbeitet einen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Gewährleistung der Auskunftspflicht gegenüber einem Anwalt.

Zur Zeit erarbeitet das Justizministerium der Russischen Föderation den Entwurf des föderalen Gesetzes „Zur Änderung sämtlicher Rechtsakte der Russischen Föderation in Bezug zur Gewährleistung der Auskunftspflicht gegenüber einem Anwalt für die Bereitstellung von Informationen, die für die Leistung der Rechtshilfe erforderlich sind“.

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Der Wirtschaftsgerichtshof der Russischen Föderation beendete seine Tätigkeit

Am 06. August 2014 wurde die Tätigkeit des Wirtschaftsgerichtshofs der Russischen Föderation eingestellt.

Bis zu diesem Zeitpunkt existierten in der Russischen Föderation zwei so genannte „oberste“ Gerichtshöfe – der Wirtschaftsgerichtshof, der die oberste Instanz der Wirtschaftsgerichte war, und der Oberste Gerichtshof, der die oberste Instanz der ordentlichen Gerichte war.

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